Seit Anfang 2009 setzt sie sich intensiv mit der Punktmalerei "Dot Art" der australischen Ureinwohner auseinander.
Lässt man sich auf die Bilder der Künstlerin Anke Aust ein, schaut man auf den Ausdruck eines Menschen, der Erfahrungen und Erlebnisse in Farben und Formen bringt, denen man sich nicht so leicht entziehen kann. Materialien wie Grobsand, Strukturpasten und Grafit, Rost und Patina werden genutzt, den persönlichen Blickwinkel einer Anke Aust auf das Leben, auf die Natur, auf Gefühle und Geschehnisse der Gegenwart und der Vergangenheit zum Ausdruck zu bringen. Hier herrscht nie Stillstand. Auch wenn thematische Zyklen in der Arbeit der Künstlerin zu erkennen sind, so lässt sich Anke Aust auf keinen Stil festlegen.
Für Anke Aust bedeutet das künstlerische Schaffen die absolute Freiheit zu jeder Zeit das ausdrücken zu können was ihrer Inspiration entspringt. Und dieses mit allen Materialien und Techniken die ihr zur Verfügung stehen. Ihre Techniken unterliegen dadurch einem ständigen Wandel.

Die Künstlerin nimmt sich Freiräume. So ist der Ausgang eines Bildes von vornherein selten absehbar. Wie bei der Entstehung einer Erzählung, der man freien Lauf lässt, gibt es bei der Entstehung der Bilder von Anke Aust am Ende noch die eine oder andere Wendung. Fantasie und Emotionen veranlassen die Künstlerin dazu.
Die Initiative aber, geht vom Bild aus.Die Künstlerin schafft dabei einen Freiraum, der Platz lässt für Deutungen und Interpretationen. Dies ist durchaus gewollt. Die Freiheit, die Anke Aust dem Betrachter lässt, geht sogar soweit, dass es meist keine feste Vorgabe gibt, was Oben und was Unten ist.

Die Signatur auf der Rückseite eines Bildes ist dann ein Indiz dafür.Jeder der sich einem Bild von ihr nähert, beginnt unweigerlich damit, zu suchen und zu entdecken. Es dauert meist nicht lang, so hat man seinen Punkt ausgemacht, von dem aus die Entdeckungsreise durch das Bild beginnt. Es beginnt ein Dialog zwischen Bild und Betrachter, der im Laufe der Zeit immer neue Erkenntnisse hervorbringt und das Bild dem Betrachter immer näher bringt.

Die Inspiration zu ihren neuen Arbeiten in Punkttechnik, fand sie vor einigen Jahren in den Büchern der Autorin Marlo Morgan, sie schrieb Traumfänger und Traumreisende. Diese Bücher haben Anke Aust so fasziniert dass sie sich daraufhin sehr für die Geschichte und Kultur der Aborigines zu interessieren begann.
Als sie letztes Jahr bei einer Ausstellung war haben sie die Arbeiten der australischen Ureinwohner so inspiriert das sie angefangen hat in Punkttechnik zu arbeiten. Die Aborigines malen ihre Bilder mit einem Rundholz. Anke Aust mit dem Pinsel. Sie möchte sich keinesfalls anmaßen oder den Eindruck erwecken die Traumzeiten der Aborigines zu malen.
Die Arbeiten entspringen ihrer Inspiration. Die Bilder stehen für sich, eigenständig.